Pflege die wirkt

Um die Kinder, Jugendlichen und deren Familien in allen Phasen des Aufenthaltes in der Kinderklinik zu pflegen und zu betreuen, organisieren wir mit rund 500 Mitarbeitenden einen Dienst rund um die Uhr.
Der Alltag im Spital stellt besondere Anforderungen an die Kinder und deren Familien. Wir achten darauf, dass die Personen, die dem Kind wichtig sind, in alle Entscheidungen mit einbezogen werden. Wertschätzung und Respekt gegenüber allen Patient*innen, Angehörigen und Mitarbeitenden ist für uns selbstverständlich. Fach- und Sozialkompetenz, praktisches Geschick, Erfahrung und Reflexionsfähigkeit sind wichtige Anteile pflegerischer Anforderungen.
Damit in der Kinderklinik aktuelles pflegerisches Wissen zur Anwendung kommen kann, braucht es eine konsequente Förderung von guten und motivierten Mitarbeitenden. Die Planung und Umsetzung von Erkenntnissen aus der Pflegewissenschaft in die Praxis ist unser aktuelles Thema in der Pflegeentwicklung.
Die Ausbildungsplätze für Studierende in Pflege und Hebammenwesen sowie für Lernende Fachangestellte Gesundheit, verteilen sich in der gesamten Kinderklinik.
Sowohl die Lernenden wie auch die Studierenden werden von pädagogisch geschultem Personal begleitet und gefördert.

Stationen

Die Kinderklinik Bern verfügt über mehrere Pflegestationen die nach Fachgebieten und Alter der Patienten aufgeteilt sind.
Eine Übersicht über die Stationen und deren Leitungen finden Sie hier:

Pflegerische Expertise

ANP in der Kinderklinik

Advanced Nursing Practice
Eine Pflegeexpertin NP (Nurse Practitioner) verfügt über klinische Expertise in einem Fachgebiet und übernimmt darin eine erweiterte Rolle in der spezialisierten Pflege und Behandlung von hoch komplexen Patientengruppen.
Sie arbeitet in enger Koordination mit dem ärztlichen Dienst und führt eigenverantwortlich Aufgaben aus im Bereich von Untersuchungen, Therapien und der Symptomkontrolle. In der Kinderklink existieren solche Angebote.

Evidenzbasierte Pflege

Evidence-based Nursing ist eine Denk- und Arbeitsrichtung, die problem- und handlungsorientiert von der konkreten Praxissituation ausgeht und ihre Entscheidungsfindung auf vier verschiedene Wissensquellen stützt:

  • Wissen aus der Forschung
  • Wissen aus der klinischen Erfahrung
  • Wissen aus der Patientenexpertise (Erleben, Erfahrungen, Präferenzen)
  • Wissen aus dem lokalen Kontext (Ressourcen)

Wir stützen unsere pflegerischen Interventionen auf diesem Konzept sowie unsere Richtlinien und Handlungsanweisungen.

Wahrnehmungs- und entwicklungsfördernde Pflege

Die wahrnehmungs- und entwicklungsfördernde Pflege (WEP) bei Kindern besteht aus:

  • Basiswissen zur Wahrnehmung und Entwicklung
  • ausgewählten Aspekten aus den Konzepten Basale Stimulation in der Pflege und Kinästhetik Infant Handling.

Diese Methoden knüpfen an die intrauterin erlernten Fähigkeiten und Ressourcen eines Menschen an. Beide Konzepte liefern die Grundlagen für eine individuelle, umfassende, humane Betreuung und Pflege.

  • Für die Pflegepraxis bedeutet dies:
  • Die Pflegefachfrau tritt mittels Initialberührung mit dem Kind in Interaktion.
  • Das Kind wird als Partner wertgeschätzt und in seinen Handlungen ernst genommen.
  • Das Kind wird in seinen Vitalfunktionen unterstützt und gefördert.
  • Die Körperwahrnehmungen und die Orientierung werden gezielt gefördert.
  • Das Kind wird in seinen vorhandenen Fähigkeiten und in seiner Bewegungsentwicklung unterstützt und gefördert.
  • Die Sinne werden gezielt gefördert (hören, sehen, riechen, schmecken, tasten, spüren).

Links zu:
Basale Stimulation 
Kinästhetik Infant Handling
 

Nichtmedikamentöse Massnahmen zur Angst- und Schmerzminderung

Interventionen - insbesondere Nadelprozeduren - gehören zu den Hauptstressoren von Kindern im Spital

Akut oder chronisch erkrankte Kinder sind einer hohen Anzahl schmerzhafter Prozeduren ausgesetzt. Insbesondere hospitalisierte Kinder müssen diese oft mehrmals pro Tag über sich ergehen lassen. Bei Kindern lösen schmerzhafte Prozeduren häufig Angst wie auch Stress aus, wobei im Spital mitunter «nadelbezogene» Prozeduren zu den am meisten Gefürchteten gehören. Bei vielen, vor allem jüngeren Kindern, resultiert die Angst vor dem Schmerz in Stress, welcher sich negativ auf die kindliche Kooperation auswirkt. 

Schmerz- und angstmindernde Interventionen zur Durchführung schmerzhafter Prozeduren haben einen hochgradig vorbeugenden Charakter (Nationale Empfehlungen nicht-medikamentöse Interventionen, Allianz pädiatrische Pflege Schweiz, 2019). Wirksamen Massnahmen zur nicht-medikamentösen Schmerz- und Angstprävention, oft kombiniert mit Medikamenten, spielen dabei eine zentrale Rolle:
 

Was wirkt schmerz- und angstmindernd?

Aus- und Weiterbildung

In der Kinderklinik begleiten wir junge Männer und Frauen in der Grundausbildung oder bieten eine Vielzahl an Weiter-und Fortbilungen an.