Plastische Chirurgie, Verbrennungen

Kinder und insbesondere Kleinkinder können sich mit heissen Flüssigkeiten verbrühen oder sich verbrennen (Chemineé, Bügeleisen). Die Versorgung der Brandwunden mit modernen Materialien oder oder Operation incl. Hauttransplantation wird durch unser Team sichergestellt.
Nach ausgedehnten Verletzungen müssen oft Haut- oder Gewebsdefekte plastisch gedeckt werden. Nach Verletzungen oder Operationen können sich Narben ausbilden, selten erfordern Funktionseinschränkungen dann eine operative Korrektur. Meist werden die Narben durch Silikonauflagen und mit einer speziellen Kompressionswäsche versorgt.
Die plastische Chirurgie umfasst auch die Therapie von angeborenen Muttermalen (Naevus) oder Blutschwämmchen (Hämangiom). Diese können operativ entfernt werden oder in bestimmten Fällen (Hämangiome) auch mit Medikamenten zur Ausheilung gebracht werden.

Sprechstunden

Verbrennungen und Verbrühungen:
Dr. Cordula Scherer: Montag 13:00-16:00 Uhr
Dr. Andreas Bartenstein: Freitag 08:00-12:00

Angeborene Hauterscheinungen, Nävus:
Prof. Dr. Steffen Berger: Montag 08:00-16:00

Hämangiome:
Dr. Dietmar Cholewa: Mittwoch 08:00-12:00

Krankheitsbilder

Thermische Verletzungen
gehören mit zu den schwerwiegenden häuslichen Unfällen im Kindesalter. Eine Tasse Tee kann bei einem Kleinkind eine Hautfläche von 30% der Körperoberfläche verbrühen. Die Verletzung ist je nach Temperatur und Kontaktzeit unterschiedlich in der Tiefenausdehnung. Durch neue Materialien wie silikonisierte Wundauflagen oder einen künstlichen Hautersatz ist häufig keine Operation zur Deckung notwendig. Die Versorgung sollte durch Spezialisten erfolgen mit der Option auf alle möglichen Verfahren. Kinder, deren Körperoberfläche grossflächig verletzt ist, werden ggf. nach der Erstversorgung durch uns ins Schwerbrandverletzten-Zentrum im Kinderspital Zürich verlegt.

Nävus
Pigmentflecken können störend oder von der Ausdehnung und Behaarung so sein, dass eine operative Entfernung angezeigt ist. Manchmal ist eine vollständige Entfernung nicht direkt möglich und es müssen mehrere Operationen oder eine Vordehnung der Haut mit Gewebeexpandern erfolgen.

Hämangiome
Hämangiome sind nach der Geburt noch nicht sichtbar und entwickeln sich in den ersten Lebenswochen. Aus einem stecknadelkopfgrossem Hämangiom kann sich ein rasch wachsendes wulstiges Blutschwämmchen bilden. Die Hämangiome wachsen besonders in den ersten 18 Lebensmonaten und bilden sich bis zum 5. Lebensjahr teilweise zurück. Ein früher Behandlungsbeginn kann das Wachstum stoppen, insbesondere im Gesicht und an den Händen ist dies wichtig.
Während zur Behandlung der Hämangiome früher Operationen, Kryotherapie und Laserbehandlung Standard waren, hat sich in den letzten Jahren die medikamentöse Therapie mit Propanolol durchgesetzt. Propanolol, eigentlich ein altbekanntes und gut verträgliches Herzmedikament, hemmt den Gefässwachstumsfaktor und führt damit zur Rückbildung der Hämangiome.

So finden Sie uns

Poliklinik für Kinderchirurgie
Kinderklinik
Freiburgstrasse 15
3010 Bern
Etage A

Sozialberatung

Unterstützung bei Versicherungsanfragen, Hilfsmittelbeschaffung

Sozialberatung

Kooperationspartner

Selbsthilfegruppe

Paulinchen
Selbsthilfegruppe für brandverletzte Kinder im deutschsprachigen Raum, D, CH und AT

Psychologische Beratung